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Raubzug: Der teuerste Fisch der Welt und die Jagd nach seinen Jägern - zum Eintrag "Raubzug: Der teuerste Fisch der Welt und die Jagd nach seinen Jägern"...

"Knecht versucht (...) mit seinem Buch, eine Lobby für jene Meeresbewohner zu schaffen, die nicht so auffällig sind wie Wale und nicht so laut quieken wie Delfine. Erst wenn der letzte Fisch gegessen ist, werden wir wohl merken, dass Sushi nicht nur aus Seetang besteht."
(Financial Times)

Raubzug: Der teuerste Fisch der Welt und die Jagd nach seinen Jägern

Am Freitag, dem 4. November 2005, verließen Ricardo Cabrera, Kapitän der Viarsa-1, und Antonio Pérez, ein berüchtigter Piratenfischer, den Gerichtssaal in Perth als freie Männer. Die australische Justiz hatte ein Urteil gefällt, das weltweit Entsetzen und Fassungslosigkeit hervorrief. Cabrera und Pérez waren im Südindischen Ozean bei dem Versuch, mit der Viarsa-1 illegal Schwarzen Seehecht zu fangen, von dem australischen Patrouillenboot Southern Supporter überrascht worden. Als die Viarsa-1 ins antarktische Eismeer flüchtete, nahm die Southern Supporter unerschrocken die Verfolgung auf. Die Jagd nach den Jägern des von seiner Auslöschung bedrohten Schwarzen Seehechts wurde zur längsten Hatz in der Geschichte der Seefahrt. G. Bruce Knecht schildert nicht nur eine atemberaubende Verfolgungsjagd durch ein Labyrinth von turmhohen Brechern und gewaltigen Eisbergen, sondern zeigt auch auf, wie der über Jahrhunderte unbehelligte Schwarze Seehecht innerhalb weniger Jahre zum begehrtesten Fisch der Welt werden konnte. Dabei führt uns Knecht vor Augen, dass man Männern wie Cabrera und Pérez nicht im Gerichtssaal, sondern nur in den Restaurants das Handwerk legen kann: Der Raubzug auf den Meeren ist zu Ende, wenn der Schwarze Seehecht nicht mehr auf den Speisekarten steht.

Über den Autor
G. Bruce Knecht, geboren 1958, schreibt für das Wall Street Journal, war zweimal für den Pulitzer-Preis nominiert und ist der Autor von Der Orkan. Die Todesregatta von Sydney nach Hobart (2003), «einer der aufregendsten Seegeschichten der letzten Jahre» (Publisher's Weekly). Er lebt in New York. Harald Stadler, Jahrgang 1954, studierte Literatur-, Sprach- und Filmwissenschaft in Konstanz, Bristol, Rutgers und New York und promovierte auf dem Gebiet der Medienwissenschaft. Seit 1985 ist er freier Autor und Übersetzer. Er lebt in München.

Broschiert: 309 Seiten
Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 1 (Mai 2008)
Sprache: Deutsch

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